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Antigen-Schnelltests in Kombination mit Einhaltung der Hygieneregeln nützlich Antigen-Schnelltests in Kombination mit Einhaltung der Hygieneregeln nützlich
Antigen-Schnelltests zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 können auch in Eigenanwendung durch Laien dabei helfen, die COVID-19-Pandemie einzuschätzen und zu bewältigen. Zu dieser Erekenntnis... Antigen-Schnelltests in Kombination mit Einhaltung der Hygieneregeln nützlich

Antigen-Schnelltests zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 können auch in Eigenanwendung durch Laien dabei helfen, die COVID-19-Pandemie einzuschätzen und zu bewältigen. Zu dieser Erekenntnis kommt die Arbeitsgruppe „Teststrategie“ des Ärztlichen Pandemierats der Bundes­ärzte­kammer (BÄK).

In einem Statement betonen die Autoren allerdings auch, dass die Tests immer eine konkrete Betrachtung des jeweiligen Anwendungsfalles erfordern. Sie können nur als Teil eines Bündels von Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen wirken.

Für den Einzelnen bedeutet das, sich an die bekannten Hygieneregeln zu halten, für Einrichtungen steht dahinter die Erstellung eines einrichtungsspezifischen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes unter Berücksichtigung von Arbeitsschutz- und Datenschutzerfordernissen“, so Michael Müller, Vorsitzender der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) und einer der Autoren des Statements.

SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests ergänzen die üblichen Schutz- und Hygienekonzepte, wie wie die Reduktion von Kontakten, Einhalten der AHA+L-Regeln und die Nutzung der Corona Warn-App, in Schulen, Kitas, Betrieben und medizinischen Einrichtungen ergänzen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich mindestens 80 Prozent der anwesenden Personen an der Testung beteiligen und dies mindestens zweimal pro Woche.

Werden feste Gruppen zweimal in der Woche getestet, hat man eine gute Chance, das Fenster zu erwischen, in dem der Antigen-Schnelltest bei einem Infizierten positiv ausschlägt“, erklärt die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek, die als Vertreterin der Gesellschaft für Virologie (GfV) an dem Statement beteiligt war.

Zu bedenken sei aber auch, dass nur eine ‚Momentaufnahme‘ mit einer sehr kurzer Gültigkeitsdauer von einigen Stunden darstellen. Aus diesem Grund dürfen sie auf keinen Fall als eine Art Freifahrtschein verstanden werden.

Werden die Tests von primär nicht sach- und fachkundigem Personal durchgeführt, müsse deren ausreichende Schulung sichergestellt werden. Bei der Testung größerer Personengruppen weisen die Autoren darauf hin, dass dies zudem eine gute Organisation erfordere. „Die Bildung von Gruppen im Wartebereich muss vermieden werden, zudem sollte auf die Einhaltung des Abstandsgebots und ausreichende Desinfektions- und Hygienemaßnahmen geachtet werden“, so Müller.

Fällt der Antigen-Schnelltests positiv aus, muss das Ergebnis sofort mit einer PCR-Nachtestung bestätigt werden. Abhängig vom verwendeten Antigen-Schnelltests sei nämlich mit einer signifikanten Zahl von 30 bis 50 Prozent falsch-positiver Befunde zu rechnen.

Es steht dann in der Verantwortung des Einzelnen, sich bei einem positiven Testbefund umgehend um einen PCR-Test zu bemühen, sich zu isolieren und Kontakte über die mögliche Ansteckungsgefahr zu informieren“, sagt Müller.

Für die korrekte Durchführung benötigt man gute Informationsangebote auf Online-Plattformen, über Hotlines oder Plakate.

Das Statement des Ärztlichen Pandemierats finden Sie hier.

Headerbild © Polwin-Plass

Quelle: PM der Bundesärztekammer

Dr. Polwin-Plass Lydia Inhaberin und Chefredakteurin

Als promovierte Journalistin/Publizistin arbeite ich als freie Journalistin und Pressefotografin in Frankfurt am Main und Umgebung. Meine Themenschwerpunkte sind Vertrieb, Marketing, Bildung, Arbeitsmarkt, Kultur und Alternativmedizin. Zu medizinischen Themen konnte ich mir im Laufe der Jahre durch Mitwirkung an medizinischen Projekten und Verfassen zahlreicher Gesundheitsbroschüren viel Wissen und Erfahrung aneignen. Im Frühjahr 2015 gründete sie mein erstes Online Magazin "Metalogy.de" und 2019 folgte "Gesund heute und morgen".