gesund heute und morgen
Blutplasma von Genesenen kann COVID-19 Erkrankten helfen – DRK Aufruf zur Plasmaspende Blutplasma von Genesenen kann COVID-19 Erkrankten helfen – DRK Aufruf zur Plasmaspende
Mit Blutplasma von Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, kann COVID-19 Erkrankten geholfen werden – Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ruft daher zur Plasmaspende auf. Blutplasma von Genesenen kann COVID-19 Erkrankten helfen – DRK Aufruf zur Plasmaspende

Mit Blutplasma von Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, kann COVID-19 Erkrankten geholfen werden – Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ruft daher zur Plasmaspende auf.

Relativ früh in der Corona-Pandemie wurde vermutet, dass Antikörper von genesenen COVID-19-Patienten, in Form des Konvaleszenten-Plasmas, neu Erkrankten helfen könnte. Portugiesische Forscher ermittelten jetzt in einem systematischen Review mit Meta-Analyse das therapeutische Potenzial von Konvaleszenten-Plasma mit SARS-CoV-2-neutralisierenden Antikörpern bei COVID-19.

Diese Meta-Analyse konnte nachweisen, dass Konvaleszenten-Plasma eine sichere und effektive Therapie für COVID-19 sein kann. In 11 Studien zeigte sich eine deutlich reduzierte Sterberate, vor allem dann, wenn die Erkrankten innerhalb einer Woche nach nach Infektion damit behandelt wurden.

Der DRK-Blutspendedienst NSTOB sucht Menschen, die eine COVID-19-Infektion mit deutlichen Symptomen durchgemacht haben. Denn sie könnten jetzt durch eine Plasmaspende anderen Erkrankten helfen schneller gesund zu werden.

Noch ist die Pandemie nicht vorbei – immer noch erkranken taäglich unzählige Menschen weltweit schwer an Corona. Nach überstandener Infektion besitzt man in der Regel Antikörper gegen das SARS-COV-2 Virus, die in den meisten Fällen vor einer erneuten Infektion schützen. Diese Antikörper können durch eine Plasmaspende an erkrankte Personen weitergegeben werden und diesen helfen, das Virus zu bekämpfen.


Keine Sorge: Der Spender ist durch das Abgeben der Antikörper nicht gefährdet. Der Körper besitzt ein immunologisches Gedächtnis und stellt bei Bedarf genug wirksame Antikörper her, um vor späteren Infektionen zu schützen.
Auch wenn noch nicht erwiesen ist, unter welchen Bedingungen das sogenannte COVID-19-Rekonvaleszentenplasma hilft, stellt es eine weltweit genutzte Therapiemöglichkeit dar. Voraussetzung ist, dass die Spender ausreichend starke Antikörper besitzen.
.Wer kommt für die Spende von Rekonvaleszentenplasma infrage?


Für die Rekonvaleszentenplasma-Spende kommen Sie infrage, wenn:

  • Sie eine SARS-COV-2-Infektion mit ausgeprägten Symptomen durchgemacht haben (eine Spende ist 4 Wochen nach Ende der Symptome möglich)
  • Sie damals mit einem PCR-Verfahren positiv getestet wurden (Nachweis als Schreiben des Gesundheitsamtes oder PCR-Befund aus einem Labor)
  • Sie weitere Zulassungsbedingungen erfüllen:
  • Sie sind mindestens 18 Jahre, höchstens 60 Jahre alt
  • Sie wiegen mindestens 50 kg
  • Sie sollten gute Venenverhältnisse besitzen
  • Sie müssen „spendetauglich“ für eine normale Blutspende sein (zum Spende-Check)
  • Sie dürfen in den letzten 4 Wochen keine anderen Infektionserkrankungen durchgemacht haben

Die Einnahme bestimmter Medikamente, z. B. gegen Bluthochdruck, ist nicht zwingend ein Ausschlussgrund für eine Spende. Weitere Detailfragen werden in einem Arztgespräch geklärt.


Wo kann gespendet werden?


Die Plasmaspende wird in den Instituten für Transfusionsmedizin in Oldenburg und Dessau, durchgeführt. Eine Plasmaspende bei mobilen DRK-Blutspendeterminen ist zur Zeit noch nicht möglich.


Kontakt:

  • Institut Dessau

Altener Damm 50, 06847 Dessau

Telefon: 0340/54141-0

Mail: zytapherese-dessau@bsd-nstob.de

  • Institut Oldenburg

Brandenburger Str. 21, 26133 Oldenburg

Telefon: 0441/94401-18

Mail: plasma@bsd-nstob.de

Pressefoto / Headerbild: DRK-Blutspendedienst NSTOB

Dr. Polwin-Plass Lydia Inhaberin und Chefredakteurin

Als promovierte Journalistin/Publizistin arbeite ich als freie Journalistin und Pressefotografin in Frankfurt am Main und Umgebung. Meine Themenschwerpunkte sind Vertrieb, Marketing, Bildung, Arbeitsmarkt, Kultur und Alternativmedizin. Zu medizinischen Themen konnte ich mir im Laufe der Jahre durch Mitwirkung an medizinischen Projekten und Verfassen zahlreicher Gesundheitsbroschüren viel Wissen und Erfahrung aneignen. Im Frühjahr 2015 gründete sie mein erstes Online Magazin "Metalogy.de" und 2019 folgte "Gesund heute und morgen".