Gesundes Leben
Trotz explodierender COVID-19-Fallzahlen werden in Deutschland immer noch Schulen gebaut Trotz explodierender COVID-19-Fallzahlen werden in Deutschland immer noch Schulen gebaut
Die Fallzahlen in Deutschland explodieren. Der Albtraum wird immer schlimmer. Alleine von gestern auf heute sind laut Robert Koch Institut die gemeldeten Erkrankungen um... Trotz explodierender COVID-19-Fallzahlen werden in Deutschland immer noch Schulen gebaut

Die Fallzahlen in Deutschland explodieren. Der Albtraum wird immer schlimmer. Alleine von gestern auf heute sind laut Robert Koch Institut die gemeldeten Erkrankungen um 4995 gestiegen. Aber die Produktion „sinnloser“ Waren läuft hurtig weiter.

Inzwischen sind 36.508 Menschen vom Corona-Virus befallene, alleine in Deutschland – und die Dunkelziffer ist noch um ein Vielfaches höher. 198 Menschen sind in unsrem Land am Virus gestorben. Dennoch läuft die Industrie und Herstellung (zur Zeit) sinnloser Artikel munter weiter. Zählt denn immer noch und sogar in diesen Zeiten das Geld mehr als der Mensch? Wer übernimmt die Verantwortung für vermeidbare Todesfälle?

Gegenüber von unserem Haus wird trotz COVID-19 jeden Tag, sogar samstags, fleißig an einer Schule gebaut. Die Arbeiter kommen einander dabei mehrmals pro Tag gefährlich nahe. Ist das derzeit wirklich so wichtig, dass man diese Menschen einer solchen Gefahr aussetzt?

Wozu bitte muss ich jetzt, wo es gerade buchstäblich um Leben und Tod und um das Überleben der Menschheit geht, Sportwägen, Dekoartikel, Spielsachen oder Möbel (um nur einige Beispiele zu nennen) erzeugen oder Häuser bauen?

Hat man denn immer noch nichts gelernt?

Dafür kann es nur einen traurigen Grund geben, das Geld und die Wirtschaft sind wohl immer noch wichtiger als die Sicherheit der Menschen.

Vom Robert Koch Institut wurden heute, am 26.3. folgende schockierende Zahlen zur Verfügung gestellt.

Bundes­landElektro­nisch über­mittelte FälleBeson­ders be­trof­fene Gebiete in Deutsch­land
An­zahlDif­fe­renz zum Vor­tagFälle/ 100.000 Einw.Todes­fälle
Baden-Württem­berg7.283+1.2146656
Bayern7.993+1.4356147
Berlin1.656+228444
Brandenburg477+48191
Bremen211+11311
Hamburg1.265+3*69
Hessen2.157+403346
Mecklenburg-Vor­pommern244+2615
Niedersachsen2.347+207298
Nordrhein-West­falen7.924+7274453Landkreis Heinsberg
Rhein­land-Pfalz1.816+225446
Saarland433+30442
Sachsen1.141+182287
Sachsen-Anhalt418+43191
Schles­wig-Holstein675+98233
Thüringen468+74223
Gesamt36.508+4.95444198

*Aus technischen Gründen wurden am 25.3.2020 keine Daten aus Hamburg übermittelt. Stand: 26.3.2020, 00:00 Uhr (online aktualisiert um 09:35 Uhr)

Quelle und Zahlen: Robert Kock Institut.

Eine noch detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland stellt das COVID-19-Dashboard (https://corona.rki.de) bereit.

Zahlen weltweit noch viel schockierender

Inzwischen gibt es weltweit fast eine halbe Million gemeldeter Corona-Infektionen. Die Dunkelziffer ist gar nicht auszudenken. In Italien sterben täglich bis zu 700! Menschen. Und was passiert, wenn es die ganz armen Länder trifft, ohne Schutzmöglichkeiten oder medizinischer Versorgung? Das Szenario will man sich gar nicht vorstellen. Trotzdem werden viele Menschen immer noch gezwungen in Großkonzerne zu gehen um sinnlose Sachen zu produzieren. „Damit die Wirtschaft aufrecht erhalten bleibt“, ist das Argument. Wenn wir alle krank oder tot sind, wird das der Wirtschaft noch viel mehr schaden, als eine konsequente Pause.

Wichtige Produkte von aktuell nutzlosen unterscheiden

Auf viele Unternehmen kann auch in der Corona-Krise nicht verzichtet werden. Jeder sieht ein, dass Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente, medizinische Produkte, etc. weiterhin und teilweise sogar in höheren Auflagen/Chargen produziert werden müssen. Aber Unternehmen, die Dinge produzieren, die zur Zeit nicht unserem Überleben dienen und wo Homeoffice nicht möglich ist, müssen unbedingt geschlossen werden. Dazu wäre es wichtig, eine klare Unterscheidung zu treffen, welches Unternehmen in der Corona-Krise wichtig ist und welches nicht. Und dabei dürfen wirtschaftliche Aspekte keine Rolle spielen. Die Sicherheit der Menschen muss an erster Stelle stehen!

Headerbild: Alexandra_Koch auf Pixabay

Dr. Polwin-Plass Lydia Inhaberin und Chefredakteurin

Als promovierte Journalistin/Publizistin arbeite ich als freie Journalistin und Pressefotografin in Frankfurt am Main und Umgebung. Meine Themenschwerpunkte sind Vertrieb, Marketing, Bildung, Arbeitsmarkt, Kultur und Alternativmedizin. Zu medizinischen Themen konnte ich mir im Laufe der Jahre durch Mitwirkung an medizinischen Projekten und Verfassen zahlreicher Gesundheitsbroschüren viel Wissen und Erfahrung aneignen. Im Frühjahr 2015 gründete sie mein erstes Online Magazin "Metalogy.de" und 2019 folgte "Gesund heute und morgen".