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Umfrage zeigt Wissenslücken – Herzrisiko bei Typ-2-Diabetes wird häufig unterschätzt Umfrage zeigt Wissenslücken – Herzrisiko bei Typ-2-Diabetes wird häufig unterschätzt
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes fühlen sich zwar ganz gut informiert – unterschätzen jedoch das Herzrisiko deutlich. Eine aktuelle Umfrage zeigt große Wissenslücken. Dabei könnten... Umfrage zeigt Wissenslücken – Herzrisiko bei Typ-2-Diabetes wird häufig unterschätzt

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes fühlen sich zwar ganz gut informiert – unterschätzen jedoch das Herzrisiko deutlich. Eine aktuelle Umfrage zeigt große Wissenslücken. Dabei könnten moderne Therapien sowohl den Blutzucker senken als auch beim Abnehmen helfen und das Herz schützen.

Viele Typ-2-Diabetiker halten sich für gut informiert – doch eine aktuelle Online-Befragung zeigt deutliche Wissenslücken, insbesondere beim Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei zählen Herzinfarkt und Schlaganfall zu den häufigsten und gefährlichsten Folgen der Erkrankung.

Zwar geben 74 Prozent der Befragten an, ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko zu kennen, doch nur gut die Hälfte nennt entsprechende Erkrankungen als typische Folge von Typ-2-Diabetes. Diese Diskrepanz verdeutlicht, das eigene Risiko wird häufig unterschätzt.

Gefährliche Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose entwickeln sich bei Diabetes oft unbemerkt – teilweise schon, bevor die Erkrankung überhaupt diagnostiziert wird“, erklärt Prof. Dr. Stephan Jacob. Hinzu kommt, durch diabetesbedingte Nervenschäden werden Warnsignale wie Brustschmerzen häufig nicht richtig wahr- bzw. ernst genommen.

Deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern

Die Zahlen sind eindeutig – Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein rund 60 Prozent höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko für Schlaganfälle steigt um etwa 54 Prozent, für Herzinfarkte um rund 73 Prozent. Besonders stark ist der Zusammenhang bei Herzinsuffizienz – hier liegt das Risiko sogar um etwa 84 Prozent höher.

Zu den wichtigsten Ursachen zählen dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Sie schädigen die Gefäße, fördern Entzündungen und begünstigen Ablagerungen. Alles zentrale Mechanismen für Herzinfarkt und Schlaganfall. Übergewicht verstärkt das Risiko noch zusätzlich.

Therapiegespräche greifen Herzgesundheit oft zu wenig auf

Trotz der hohen Relevanz bleibt das Thema in der Versorgung häufig unterbelichtet, denn 30 Prozent der Befragten haben noch nie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko gesprochen. Und selbst wenn Gespräche stattfinden, fehlen oft konkrete präventive Maßnahmen.

Zudem weiß mehr als ein Drittel der Befragten nicht, dass moderne Diabetesmedikamente neben der Blutzuckerkontrolle auch das Herz schützen können.

Ein weiterer Faktor: Kurzfristige Nebenwirkungen werden häufig stärker gewichtet als langfristige Risiken. So erscheinen Beschwerden wie Übelkeit vielen als bedrohlicher als die Gefahr schwerwiegender Folgeerkrankungen. Das kann die Therapietreue beeinflussen und erhöht somit weiter das Risiko für Folgeerkrankungen.

Moderne Therapien mit Mehrfachnutzen

Moderne Wirkstoffe wie GLP-1-Rezeptoragonisten bieten einen umfassenden Ansatz. Sie senken den Blutzucker, unterstützen beim Gewichtsverlust und können zusätzlich das Herz schützen. Gerade weil erhöhte Blutzuckerwerte und Übergewicht zentrale Risikofaktoren sind, gilt dieser kombinierte Effekt als besonders relevant.

Dennoch ist die Bekanntheit gering, nur rund ein Viertel der Befragten kennt diese Medikamentengruppe überhaupt.

GLP-1-Rezeptoragonisten ahmen ein körpereigenes Hormon nach, das bei der Nahrungsaufnahme freigesetzt wird. Sie regulieren den Stoffwechsel, verbessern die Blutzuckerkontrolle und können positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System haben.

„Entscheidend ist, dass Patientinnen und Patienten ihr erhöhtes Herzrisiko verstehen“, betont Prof. Dr. Stephan Jacob. „Nur so lässt sich die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Behandlung vermitteln – bestehend aus Lebensstiländerungen und einer geeigneten medikamentösen Therapie.

Fazit

Menschen mit Typ-2-Diabetes sollten ihr Herz beobachten und aktiv schützen. Voraussetzung dafür sind ein realistisches Risikobewusstsein, bessere Aufklärung und der gezielte Einsatz moderner Therapien.

Quelle: PM der Novo Nordisk

Bild: Bild von Lars Beulke auf Pixabay

1. The Lifesights Company GmbH in Kooperation mit Novo Nordisk: Online-Befragung von Menschen mit Typ 2 Diabetes (n = 150); 2026.
2. https://www.diabinfo.de/leben/folgeerkrankungen.html Letzter Abruf: Februar 2026.
3. IDF Diabetes Atlas 2025. Verfügbar unter: https://diabetesatlas.org/media/uploads/sites/3/2025/04/IDF_Atlas_11th_Edition_2025.pdf Letzter Abruf: Februar 2026.
4. Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes, Version 3.0, AWMF-Register-Nr. nvl-001. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-001l_S3_Typ-2-Diabetes_2024-12.pdf Letzter Abruf: Februar 2026.
5. https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/diabetes Letzter Abruf: Februar 2026.
6. https://www.ddg.info/diabetes-zeitung/ddg-07/2025/adipositas-als-unabhaengiger-risikotreiber Letzter Abruf: Februar 2026.
7. https://www.mit-diabetes.de/diabetes/folgeerkrankungen-diabetes.html Letzter Abruf: Februar 2026.
8. Fischer AK et al. What is important in the treatment of type 2 diabetes? Results of a choice experiment (discrete choice experiment) on patient preferences in the decision in favour of a combination therapy. Monitor Versorgungsforschung (05/25), pp.65–72. http://doi.org/10.24945/MVF.05.25.1866-0533.2755.

Dr. Polwin-Plass Lydia Inhaberin und Chefredakteurin

Als promovierte Journalistin / Publizistin und Pressefotografin befasse ich mich mit verschiedenen Themenschwerpunkten: Vertrieb, Marketing, Bildung, Arbeitsmarkt, Kultur und Alternativmedizin. Zu medizinischen Themen konnte ich mir im Laufe der Jahre durch Recherche, Lektüre und das Verfassen zahlreicher Gesundheitsbroschüren viel Wissen und Erfahrung aneignen. Im Frühjahr 2015 gründete ich mein erstes Online Magazin "Metalogy.de" und 2019 folgte "Gesund heute und morgen".